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„Wie Sankt Martin will ich werden“ – die Kinder des Kindergartens St. Marien feiern den Tag mit einem Martinsspiel und dem Laternenumzug

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Datum:
Veröffentlicht: 13.11.23
Von:
Susanne Deuerling

Am liebsten hätten die Kinder ihre Laternen schon vor der kurzen Andacht in der Pfarrkirche „Mariae Geburt“ angezündet, dämmerte es doch bereits und es wurde langsam dunkel. Doch zuerst durften sie die Legende des Heiligen Martin mit einem Martinsspiel darstellen und all ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten das nahebringen, weswegen dieser Martinsumzug mit den leuchtenden Laternen überhaupt stattfindet.

Mit einer Klanggeschichte versetzten die Kinder alle Besucher in die Zeit des St. Martin. Die Geräusche machten die Vorschulkinder mit allerlei Hilfsmittel, so dass man ganz in die Geschichte hineinversetzt wurde. St. Martin und der Bettler waren hingegen real und auch der Mantel wurde wirklich geteilt. Wenn man die Augen schloss, dachte man wirklich, dass der Wind rauschte, da klapperten die Hufe der Pferde und das Eis im sehr kalten November klirrte. Die Turmuhr schlug und Martin machte sich mit seinem Pferd auf den Heimweg. Immer stärker wehte der Wind, Schneeflocken fielen und es wurde immer kälter. Da hörte Martin, wie ein Stab immer wieder auf den Boden schlug und er sah einen Bettler in zerrissenen Kleidern, der jämmerlich fror. Sogleich schwang sich der Mann vom Rücken seines Pferdes, teilte seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Teile und legte eines davon dem Bettler um die Schultern. Dann steckte er das Schwert wieder in die Scheide und ritt frohen Herzens durch die Nacht. Und das Schneetreiben und die Kälte machten ihm nichts aus, denn er war glücklich, einem Menschen geholfen zu haben.

Zu Beginn der Andacht hatte Pfarrer Richard Reis alle im Haus Gottes begrüßt. Er meinte, dass man vom Heiligen Martin nicht nur das Teilen lernen könne, sondern auch wie man in der Liebe zueinander ganz in Christus daheim sein kann. Eines der schönsten Lieder ist „Wie Sankt Martin möchte ich werden“ und deshalb geht es in den Fürbitten auch darum, dass Gott ihnen die Augen und Ohren öffne, damit sie die Not der anderen sehen und hören, die Hände, damit sie teilen können, den Mund, um durch Reden die Menschen glücklich zu machen und das Herz, um anderen Liebe zu schenken. Gemeinsam wurde das „Vater unser“ gebetet und dann mit dem Lied und Tanz „Kleine Lichter werden immer mehr“ die Laternen angezündet, immer mehr, damit ein helles Licht erstrahle. Die Kinder sagten noch ein Segensgebet, Pfarrer Reis gab den Segen und dann ging es hinaus in die Dunkelheit, die durch die Laternen ein klein wenig heller wurde. Voran schritt Sankt Martin mit seinem Pferd. In Steinwiesen verbildlichte dies Christina Hofmann aus der Schnaid mit ihrem Pony aus dem BergPony Erlebnisstall. Begleitet wurde der Martinszug von den Jungmusikern des Musikvereins Steinwiesen.

Nach dem Laternenumzug klang im Kindergarten das Martinsfest bei Glühwein, Tee, Wiener und Martinswecken und noch viel Spaß gemütlich aus.

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