Zum Inhalt springen

Steinwiesener Kindergartenkinder feiern St. Martin in der Pfarrkirche

St. Martinsandacht in der Pfarrkirche Steinwiesen
Datum:
Veröffentlicht: 12.11.19
Von:
Simone Michel

St. Martinsandacht und Martinsumzug

Gemeinsam mit Herrn Pfarrer Reis feiern die Kindergartenkinder in der Pfarrkirche Steinwiesen die St. Martinsandacht.

Nachdem Herr Pfarrer Reis die Kindergartenkinder und ihre Eltern zur St. Martinsandacht in der Pfarrkirche St. Mariä Geburt in Steinwiesen begrüßt hatte, durften sich die Vorschulkinder mit ihren Laternen vor den Altar stellen und „Zünd ein Licht an“ singen. Das Lied handelt davon, dass wir immer ein Licht anzünden sollen, wenn jemanden Unrecht wiederfährt oder wenn wir auf Gerechtigkeit und Frieden hoffen. Jedes Licht ist heller als alle Dunkelheit. Es macht offen und gibt neuen Mut.

Am St. Martinstag darf natürlich auch eine dazugehörige Geschichte nicht fehlen. Die Erzählung wurde durch Bilder veranschaulicht: 

Es war einmal ein Schuster, der Martin hieß. Er wohnte in einem Keller und konnte deshalb immer nur die Schuhe der Menschen, die an dem Fenster vorbei gingen, sehen. Trotzdem wusste er, wer da vorüber ging, da er alle Schuhe und Stiefel schon ein paar Mal geflickt und ausgebessert hatte.

Abends fühlte sich Martin oft alleine und war deshalb traurig. Im Traum sagte ihm eine Stimme, dass er Licht für andere Menschen sein soll und dass er sich dadurch nicht mehr so traurig fühlen wird.

Am nächsten Tag begann Martin wieder mit der Arbeit. Bald erkannte er draußen einen alten Soldaten, der Schnee schaufelte. Ihn lud er zu sich ein, damit sich dieser etwas ausruhen konnte. Nach einer Weile sah Martin eine junge frierende Frau mit einem Kind. Martin holte beide zu sich in den Keller und bot ihnen warme Suppe an, außerdem schenkte er der Frau, bevor sie wieder ging, warme Winterstiefel.

Nicht lange danach hörte Martin eine Marktfrau, die schimpfte, da sie einen kleinen Jungen beim Äpfelstehlen erwischt hatte. Martin rannte auf die Straße, bezahlt den Apfel des kleinen Jungen und vermittelte zwischen der Frau und dem Dieb. Der Junge sah ein, dass er etwas falsch gemacht hatte und half der Marktfrau mit dem schweren Korb.

Am Abend, als Martin dann die Lampe wieder anzündete sah er darin den alten Soldaten, die Frau mit dem Kind und den Jungen mit dem Apfel und die Marktfrau. Plötzlich hörte er wieder eine Stimme: „Siehst Du, wie du Menschen im Handumdrehen glücklich machen kannst, du hast Licht und Wärme in ihr Leben gebracht.“

Die guten Taten von Martin sollen uns zeigen, dass wir oft schon durch kleine Gesten oder einem Lächeln andere Menschen sehr glücklich machen können.

In den Fürbitten beteten die Kindergartenkinder darum, dass auch wir helfen, wenn es anderen schlecht geht und dass wir ein Gefühl für unsere Mitmenschen bekommen. Die Kinder bitten Gott um Hilfe für andere Kinder, die hungern und frieren müssen, die sich fremd fühlen, weil sie ihre Heimat verlassen mussten, für Kinder, die in Angst leben, weil Krieg und Gewalt sie bedroht und für alle Kinder, die traurig sind.

Nach dem „Vater unser“, das gemeinsam gebetet wurde erteilte Herr Pfarrer Reis noch den Segen.

Im Anschluss an die Andacht gingen die Kinder mit ihren Laternen und von der Steinwiesener Blasmusik begleitet zum Kindergarten, wo der Tag des heiligen St. Martin noch weiter gefeiert wurde.