Kräutersegnung am Fest "Maria Himmelfahrt"

Traditionell wurden in Steinwiesen zum Feiertag „Maria Himmelfahrt“ von einigen Ehrenamtlichen wieder Kräuterbüschel gebunden, welche am 15. August vor der Heiligen Messe gegen eine freiwillige Spende an die Gottesdienstbesucher verteilt wurden.
Wie auch in vielen anderen katholischen Gemeinden werden in Steinwiesen zu Maria Himmelfahrt die gebundenen Kräuter gesegnet. Dieser alte Brauch, der Kräutern und Gewürzen eine besondere Kraft verleihen soll, ist seit rund 1.000 Jahren überliefert. In den Heilkräutern wird die Schöpfung Gottes besonders sichtbar, spürbar, erlebbar und sogar essbar. In der Natur findet sich gegen fast jedes Leiden ein nützliches Kraut.
Der Segen Marias
Bei der Kräutersegnung wird besonders die schützende und heilende Kraft der Natur angesprochen. Mit Hilfe der Mutter Gottes sollen die Kräfte der Natur ganz besonders zugunsten der Menschen und Tiere wirken. Die gesegneten Kräuter dienen in den Häusern später auch als Zeichen, dass Gott den Gläubigen vieles schenkt und die Menschen unter seinem ganz besonderen Schutz stehen.
Maria, die Mutter Gottes wird manchmal auch als "Blume des Feldes" und "Lilie der Täler" verehrt. Entwickelt hat sich der Brauch der Kräutersegnung aus mehreren Legenden, die sich rund um die Gottesmutter erzählt werden. Eine dieser Legenden besagt, dass Maria vor den Toren Jerusalems begraben wurde. Als die Apostel das Grab später besuchten, fanden sie aber keinen Leichnam, sondern an der Stelle des Grabes wuchsen duftende Blumen und Kräuter, die einen intensiven Duft verströmten.
Aufbewahrung der Kräuter
Die gesegneten Kräuterbüschel werden in den Häusern meist zum Kreuz gesteckt, oder im Dachboden aufgehängt. Er soll das Haus und die Bewohner vor Krankheiten und Blitzschlag schützen.




