Kräutersegnung am Fest "Maria Himmelfahrt"

Traditionell wurden in Steinwiesen an „Maria Himmelfahrt“ wieder Kräuterbüschel gebunden.
Auch dieses Jahr wurden in Steinwiesen Kräuter gesegnet, die von Ehrenamtlichen gesammelt und gebunden werden.

Wie auch in vielen anderen katholischen Gemeinden wurden in Steinwiesen zu Maria Himmelfahrt gebundene Kräuter gesegnet. Dieser alte Brauch, der Kräuter und Gewürze eine besondere Kraft verleihen soll, ist seit rund 1.000 Jahren überliefert. In den Heilkräutern wird die Schöpfung Gottes besonders sichtbar.
Schon Tage vor Maria Himmelfahrt waren Hildegard Michel, Gerlinde Kuhnlein und Margit Barnickel unterwegs und haben verschiedene Kräuter gesammelt. Am Tag vor dem Feiertag wurden dann die unterschiedlichen Kräuter zu Büscheln zusammen gebunden.
Der Segen Marias
Bei der Kräutersegnung im Gottesdienst wird besonders die schützende und heilende Kraft der Natur angesprochen. Mit Hilfe der Mutter Gottes sollen die Kräfte der Natur ganz besonders zugunsten der Menschen und Tiere wirken. Die gesegneten Kräuter dienen in den Häusern später auch als Zeichen, dass Gott den Gläubigen vieles schenkt und die Menschen unter seinem ganz besonderen Schutz stehen.
Entwickelt hat sich der Brauch der Kräutersegnung aus mehreren Legenden, die sich rund um die Gottesmutter erzählt werden.
Aufbewahrung der Kräuter
Die gesegneten Kräuterbüschel werden in den Häusern meist zum Kreuz gesteckt, oder im Dachboden aufgehängt. Er soll das Haus und die Bewohner vor Krankheiten und Blitzschlag schützen.
Dank an die Ehrenamtlichen
Nach vielen Jahren des Kräutersammelns und –bindens haben Hildegard Michel, Gerlinde Kuhnlein und Margit Barnickel entschieden, dass sie die Tätigkeit jetzt aufgeben und in andere Hände legen. Deshalb sagen wir ein herzliches Vergelt´s Gott für Euren Einsatz in den letzten Jahren.

