Die App des Heiligen Geistes aufrufen

Firmsakrament am 7. Oktober in St. Thomas gespendet – Firmspender Erzbischof em. Ludwig Schick
Im Seelsorgebereich Frankenwald empfingen in der Region „Oberes Rodachtal“ 38 junge Menschen aus den Gemeinden Birnbaum, Nordhalben, Nurn, Steinwiesen, Wallenfels und Wolfersgrün das Sakrament der Firmung. Während des Gottesdienstes, der in der St.-Thomas-Kirche in Wallenfels stattfand, ermutigte Firmspender Erzbischof em. Ludwig Schick die Jugendlichen immer wieder, in ihrem Leben „die App des Heiligen Geistes“ aufzurufen.
„Seid offen und bereit, den Heiligen Geist zu empfangen“ begrüßte Erzbischof em Ludwig Schick die 38 Jugendlichen, die in der St.-Thomas-Kirche in Wallenfels den Heiligen Geist empfangen wollten. In ihrer Zeit der Firmvorbereitung hatten sich die Jugendlichen unter Begleitung von Pastoralreferent Harald Ulbrich intensiv mit dem „Heiligen Geist“ beschäftigt. Bildstelen mit den unterschiedlichsten Motiven beschäftigten sich mit dem Thema: „Wo ist der Geist Gottes in der Welt wirksam?“ Dabei wurde deutlich: Egal ob in der Gemeinschaft, beim Sport, beim Thema „Frauen in der Kirche“ oder gar im Krieg – der Heilige Geist ist überall zu finden. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Minichor.
Schon vor der eigentlichen Firmspendung sprach Erzbischof em Schick in seiner Ansprache den Jugendlichen herzlichen Glückwunsch aus. Glückwünsche würden immer mit einem Geschenk bekräftigt, so der Geistliche, das sei in diesem Fall der Heilige Geist. Um zu erklären, was dieser Heilige Geist in den Jugendlichen bewirken könne, bezog sich Schick auf das vorausgegangene Evangelium (Joh 14,23–26). Man müsse sich auf den Heiligen Geist einlassen, bewusst Ja sagen, nur dann könne dieser auch Beistand, Lehrer und Erinnerer sein. Mit ihm kämen auch die Sieben Gaben des Heiligen Geistes, wie sie in der Lesung zu hören gewesen waren (Jes 11, 1-4a). „Ihr bekommt heute die App ›Heiliger Geist‹ im übertragenen Sinn“, so Schick. „Nehmt sie in euch auf, speichert sie in euch ab und lasst sie immer wieder auf den Bildschirm eures Lebens – dann kann euer Leben gelingen und auch glücklich werden.“
Anschließend firmte Ludwig Schick die 38 Jugendlichen. Der Gottesdienst wurde von den Pfarrern der Gemeinden, Detlef Pötzl und Richard Reis, sowie Diakon Diethard Nemmert und Pastoralreferent Ulbrich konzelebriert. Bürgermeister Jens Korn hatte für die jungen Menschen auch im Namen der Kollegen Gerhard Wunder und Michael Pöhnlein einen Wunsch und eine Bitte. Der Wunsch sei es die Worte der Predigt im Leben zu beherzigen und beim Blick auf das Handy auch an die innere App des Heiligen Geistes zu denken. Die Bitte sei es im Lebensweg die eigenen Wurzeln zu erinnern. Es seien die Wurzeln im Glauben und in den Heimatgemeinden, politisch wie kirchlich.
Im Anschluss an die Gottesdienstfeier waren alle Firmlinge, Firmpaten und Angehörige auf dem Kirchenvorplatz zum Empfang eingeladen. Dort gab es die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch, was sich auch Erzbischof em Ludwig Schick nicht entgehen ließ.
